Wasser ist Leben


Die deutsche Trinkwasserverordnung (TWVO)

Unser Leitungswasser unterliegt staatl. Aufsicht, damit es bedenkenlos als Trinkwasser genutzt werden kann. Die TWVO regelt, wie es gewonnen und aufbereitet wird und welche Bestandteile darin enthalten sein dürfen. So ist vorgeschrieben, dass Trinkwasser "frei von Krankheitserregern, genießbar und rein" sein muss. Die Wasserversorger führen regelmäßige Kontrollen durch, damit die gesetzlichen Vorschriften eingehalten werden. Unsere TWVO schreibt klare Kriterien vor und gewährleistet eine gleichbleibende Wasserqualität. Es gibt jedoch ernst zu nehmende Kritik an der Verordnung.

 

Grenzwerte für Trinkwasser

 

“Prinzipiell sind Grenzwerte in jedem Fall Höchstwerte, ab deren Überschreitung nachweislich eine akute Gesundheits-gefährdung besteht. Keinesfalls sind sie Zielwerte für gesundes Trinkwasser. Gesundes Trinkwasser sollte daher von den Wasserinhaltsstoffen her nicht einmal in der Nähe der grenzwertigen Konzentrationen liegen.”

(Quelle: Christian & Oliver Hechtel [Neue Wasserformel für Gesundheit und Fitness])

 

Grenzwerte stellen politisch ausgehandelte Kompromisse zwischen ökologisch und gesundheitlich Gebotenem, technisch Möglichem, finanziell Tragbarem und wirtschaftlich und politisch Vertretbarem dar.

 

Trotz Überwachung im Wasserwerk oder durch das Gesundheitsamt können sich in unserem Trinkwasser zahlreiche unerwünschte, gefährliche Stoffe befinden, die unsere Gesundheit beeinträchtigen.

 

Für viele gefährliche Stoffe und Verbindungen gibt es keine Grenzwerte. Die TWVO erfasst lediglich 55 Stoffe, die regelmäßig überprüft werden – allein in der Landwirtschaft werden tausende Fungizide und Pestizide eingesetzt! Völlig unkontrolliert gelangen Hormone oder Medikamentenrückstände ins Wasser und so letztendlich in unseren Körper. Eine Entfernung dieser Schadstoffe wird von den Wasserwerken nur in dem Maße durchgeführt, wie es der Gesetzgeber in Form von Grenzwerten vorschreibt oder aus Kostengründen ganz unterlassen.

 

Ein Kritikpunkt ist, dass die TWVO die Reinheit des Trinkwassers voraussetzt, andererseits aber Grenzwerte für gesundheitsgefährdende Inhaltsstoffe festlegt. In reinem Wasser sollten gar keine Schad- und Fremdstoffe enthalten sein! Im Ergebnis handelt es sich bei der Festsetzung von Grenzwerten um eine gesetzlich akzeptierte Verunreinigung unseres Trinkwassers!

 

Aber: Es ist nicht die Schuld der Wasserwerke, dass gesetzliche Vorgaben "angepasst" werden. Die Wasserwerke machen im Rahmen ihrer Möglichkeiten einen ausgezeichneten Job und verdienen höchste Hochachtung.

 

Es stimmt, dass unser Leitungswasser den gesetzlichen Auflagen entspricht. Die Frage ist: Entsprechen diese Auflagen der gesundheitlichen Notwendigkeit? Eine Studie ergab: Bis zu 50.000 Stoffe können sich im Trinkwasser befinden: Doch wie viele Stoffe werden geprüft?

 

Fakt ist: Nach was nicht gesucht wird, kann auch nicht gefunden werden. So gibt es z. B. für Medikamenten-rückstände und viele andere gefährlichen Stoffe keinen gesetzlichen Grenzwert und keine identischen Grenzwerte für Leitungs- und Mineralwasser!

 

Man könnte denken, dass es viel gesünder ist, lieber Mineralwasser zu trinken. Doch beim Test des Magazins „Natur“ kam heraus, dass die Hälfte aller getesteten Mineralwasser nicht in die Trinkwasserleitung dürfte!

 

Prof. Dr. Claude Vincent (Universität Paris) hat von 1950-74 im Auftrag der franz. Regierung den Zusammenhang von Sterberate und Wasserqualität erforscht. Er entwickelte eine Methode zur Messung für gesundes Wasser. Er konnte nachweisen: Je niedriger die Leitfähigkeit des Wassers, umso gesünder das Wasser. Nach dem Hydrologen Prof. Vincent wirkt Wasser entschlackend bei einem Leitwert von max. 120 μS (Mikrosiemens). Bereits ab 300 μS wirkt es belastend für den Körper und hat keine entschlackende und entgiftende Wirkung mehr.

 

Laut TWVO von 1980 lag der Grenzwert für die elektrische Leitfähigkeit bei 280 μS. Bis zum 30.09.1990 galt ein Grenzwert von 1.000 μS, welcher am 01.10.1990 auf 2.000 verdoppelt wurde. Heute liegt der Grenzwert bei 2.790 μS, was einer Verzehnfachung des Grenzwertwertes innerhalb von ca. 30 Jahren entspricht und das, obwohl immer mehr und bessere Filterstufen eingesetzt werden! Die Norm der WHO (Weltgesundheitsorganisation) lässt gegenwärtig übrigens nur einen maximalen Wert von 750 µS zu und die EU will die Einhaltung von 400 µS durchsetzen..

 

Unser Wasser ist in vielen Gebieten Deutschlands weit entfernt von dem, was ab 2013 als Trinkwasser gilt.

Leider hat unsere Regierung den Grenzwert im Laufe der Jahre immer stärker „verwässert“!

 

Warum haben sich diese Werte verändert? Nicht weil es sich herausgestellt hat, das ein hoher Mikro-Siemens-Wert unschädlich ist, sondern weil dieser Wert mit den vorhandenen Geldmitteln und Ressourcen einfach nicht zu erreichen ist!

 

Durch die Heraufsetzung des Grenzwertes wurde es den Wasserwerken leichter gemacht eine zulässige Wasserqualität zu erzeugen, aber allgemein die Möglichkeit der Verschlechterung der Wasserqualität zugelassen.

 

So kann weiter behauptet werden, "Unser Trinkwasser ist das am besten kontrollierte Lebensmittel und die gesetzlichen Grenzwerte werden strikt eingehalten".

 

 

 

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